Stadtverband Tübingen Bündnis 90/Die Grünen

Der Tübinger Stadtverband der Grünen stellt zusammen mit der Wählervereinigung Alternative Liste AL eine gemeinsame Fraktion im Tübinger Gemeinderat. In diesem Zusammenhang arbeiten die Vorstände von AL und Grünen zusammen.

Im Juli 2021 wurde der Vorstand für zwei Jahre neu gewählt.  Von den ursprünglichen 9 Mitgliedern sind leider drei Mitglieder, David, Swantje und Dominik, zurückgetreten. Unsere Schwerpunkte liegen auf der Unterstützung der kommunalpolitischen Arbeit der Gemeinderatsfraktion von AL und Grünen. Darüber hinaus arbeiten wir mit den Arbeitskreisen (Grün zieht Kreise) zusammen und helfen bei der Ausrichtung ihrer Veranstaltungen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die OB-Wahl in diesem Oktober. 

Es finden Mitgliederversammlungen mit wechselnden Themen statt. Zu den Mitgliederversammlungen sind auch Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen. Unseren Vorstandssitzungen finden mindestens zweimal im Monat statt wozu wir ebenso Interessierte gerne willkommen heißen. Wir bitten im Voraus um eine kurze Absprache per E-Mail. Der Vorstand freut sich über Anregungen, Wünsche und Empfehlungen jeglicher Art. 

Aktuell: Aufgrund der aktuellen gesundheitlichen Situation durch die Ausbreitung des Covid-19 Virus finden unsere Vorstandssitzungen und  Mitgliederversammlungen zum Teil als Videokonferenz statt. Genaue Informationen findet ihr in dem jeweiligen Einladungen. Findet eine Veranstaltung auch/ausschließlich digital statt, lassen sich die Videokonferenz Einwahldaten über das Büro des Stadtvorstandes erlangen.

SMV 21. April 2021

Thema: Stadtbahn

Stellungnahme des Stadtverbands BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Tübingen, beschlossen auf der Stadtmitgliederversammlung am 21. April 2021

Der Stadtverband unterstützt den Bau der Tübinger Innenstadtstrecke der Regional- stadtbahn Neckar-Alb.

Mit den Innenstadtstrecken in Reutlingen, Pfullingen, Tübingen und Albstadt gelingt es, dass Stadt und Land zusammenwachsen. Nur gemeinsam mit der Region haben wir eine sehr gute Chance, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die umsteigearme, barrierefrei und bequem mögliche Fahrt mit der Straßenbahn hinaus in die Region und von der Region in die Städte ist ein zukunftsfestes und zugleich bewährtes Erfolgsrezept. Siedlungsdruck, Mietstei- gerungen, Flächenverbrauch, sehr hoher Energieverbrauch und die Entwertung ganzer Stadt- teile durch weiter wachsenden Autoverkehr werden mit der Regionalstadtbahn wirksam gemil- dert. Wohnen und Arbeiten in der Region werden attraktiver durch dieses emissionsfreie, nachhaltige und klimaschützende Verkehrssystem.

Nach dem Ergebnis der von renommierten Verkehrswissenschaftlerinnen und Verkehrswis- senschaftlern erfolgten Prüfung von Alternativen zur Tübinger Stadtbahn mit rund acht Kilome- tern Länge und vergleichsweise kurzer Innenstadtstrecke als integralem Teil der Regional- stadtbahn sind die Technologievorteile gegenüber einem Schnellbussystem oder autonom verkehrenden Shuttles, Aufzügen, Seilbahnen etc. eindeutig. Die Finanzierungsvorteile für die Stadt überwiegen ebenso. Eine für unterschiedliche Verkehrsteilnehmende angemessene Planung der Innenstadtstrecke sowie Vereinbarungen über bauliche Lösungen für angrenzen- de Forschungsgebäude sollen transparent, konstruktiv und zügig mit allen Beteiligten vorange- trieben werden.

Bereits 2015 haben Bündnis 90/Die Grünen eine mit den Abgeordneten, grünen Fraktionen und Parteigremien abgestimmte Broschüre, „Mit der Regionalstadtbahn in die Zukunft“, veröf- fentlicht. Die Vorteile des gesamten Systems für die Menschen der Region von Bad Urach bis Herrenberg, von Albstadt bis Tübingen inklusive der Innenstadtstrecken werden hier deutlich.

Ohne die Erschließung der Stadtgebiete, wozu auch die Innenstadtstrecken entscheidend bei- tragen, haben wir keine Chance auf das Gelingen der von uns Grünen, von anderen Parteien, von vielen Umweltbewegungen und in umweltwissenschaftlichen Veröffentlichungen zu Recht geforderten Verkehrswende.

Auch das Umweltministerium in Berlin empfiehlt in seiner neuesten Studie zu Elektroautos (2021) den forcierten Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV): „Eine nachhalti- ge Verkehrswende gelingt nur, wenn der Fokus auf Verkehrsvermeidung und auf Verkehrsver- lagerung (weg vom Auto, egal wie angetrieben, hin zum ÖPNV) gelegt wird“.

Die ambitionierten und vom Gemeinderat einstimmig verabschiedeten Klimaschutzziele der Stadt Tübingen werden ohne Innenstadtstrecke unerreichbar bleiben.

Das wesentliche Ziel der Regionalstadtbahn, eine Verlagerung von Autoverkehr auf öffentli- chen Verkehr, wird nur mit den Innenstadtstrecken erreicht. Sie ist zuallererst ein soziales und ein ökologisch dringend notwendiges Projekt. Die Entwicklungschancen der Städte werden mit dem Umland geteilt. Sie ist endlich barrierefrei für alle, mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen, Gepäck oder Fahrrad ohne fremde Hilfe und mit ausreichend Platzangebot nutzbar. Dort, wo sie bereits fährt, möchte sie niemand missen.

 

 



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