Von Fabian Buck
Vor einem Jahr wurde ich als Politikneuling gewählt und darf seitdem die Kreispolitik mitgestalten. Doch was heißt „mitgestalten“? Auf einer Arbeitsebene heißt dies zunächst einmal, Wissensungleichgewichte abzubauen. Die Verwaltung und die zahlreichen im Kreistag vertretenen Bürgermeister:innen sind Vollzeitprofis. Ich bin es nicht. Aber nur wer den besseren Durchblick hat, kann Entscheidungen beeinflussen. Welche Entscheidungen gibt es überhaupt zu treffen? Aktuell geht es primär darum, wie der Kreis sparen kann. Das „Ob“ liegt dabei weitgehend außerhalb unserer Reichweite. Diese ökonomischen Sachzwänge hindern echte politische Gestaltung, die für konsequenten Klimaschutz erforderlich ist, will der Kreis tatsächlich bis 2040 klimaneutral werden. Allzu leicht verfällt man daher als schwäbischer Entscheidungsträger in einen nüchternen Pragmatismus: So isch es hald. Gerade dann muss aber darauf hingewiesen werden, dass diese Sachzwänge primär auf anderer Verantwortungsebene entschieden werden. Und Entscheidung impliziert, dass es auch andere Möglichkeiten gibt. Darüber muss gestritten werden. Denn es bestehen gegenläufige Interessen, die offen ausgefochten werden wollen. Auf allen Ebenen. Nun mag man das 100 Mrd. Sondervermögen für Land und Kommunen einwerfen. Bei realistischer Rechnung muss jedoch diagnostiziert werden, dass davon wenig ankommen wird. Denn es ist schlicht zu wenig. Glücklicherweise zeigt der Regionalverband Neckar-Alb gerade, wie trotzdem kluge und langfristige Investitionsentscheidungen getroffen werden können. Letzten Freitag haben wir dort den Start des Bauvorhabens für ein Haus der Region in Mössingen beschlossen. Ja, es kostet viel Geld. Doch es ist eine Investition in den Wirtschaftsstandort Neckar-Alb, schafft Aufträge für lokale Unternehmen in schwierigen Zeiten und bietet den Mitarbeitenden des Regionalverbandes endlich eine attraktive Arbeitsumgebung. Hauptmieter wird der Zweckverband der Regionalstadtbahn sein, so dass zu hoffen ist, dass über diesen Standort hochqualifiziertes Fachpersonal angeworben werden kann, um dieses notwendige Jahrhundertprojekt zu verwirklichen. Als grüne Fraktion im Regionalverband haben wir hier aktiv mitgestaltet und dafür gesorgt, dass das Gebäude höchsten Energiestandards entspricht, was sowohl ökologisch wie auch ökonomisch gewinnbringend ist. Dieses Projekt zeigt also: Es kann vorangehen.
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